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    Archived pages: 17 . Archive date: 2013-03.

  • Title: Berg Vital Hauptseite - Andreas Fuhrer - Bergführer - Skilehrer - Coach
    Descriptive info: .. Sommer.. Winter.. Reisen.. Coaching.. über 50.. Allgemeines.. Kontakt.. Links.. home.. Herzlich willkommen bei Berg Vital !.. Lassen Sie sich durch das einmalige Gebiet unserer Alpen begleiten und entdecken Sie neue Horizonte in Ihrem Leben.. Geniessen Sie das Abenteuer Berg mit mir unter kompetenter, professioneller Führung.. Neulinge am Berg lade ich ein, mit mir den kleinen Schritt aus der Zivilisation in die Bergwelt zu wagen.. Alpinisten mit Erfahrung begleite ich gerne auf ihrer Wunschtour.. Leseprobe.. Erzählungen und Gedanken.. Andreas Fuhrer Berufsbergführer und Ausbildner Erlebnispädagoge CH-3700 Spiezwiler Tel: 079 667 16 90 email:.. andreas@bergvital.. ch.. aktualisiert am 21.. Okt.. 2007..

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  • Title: Berg Vital Sommer - Andreas Fuhrer - Bergführer - Skilehrer - Coach
    Descriptive info: Angebot Sommer.. " height=9 width=9>.. Ausbildung in Fels + Eis.. Erlernen Sie mit mir die Grundkenntnisse des Bergsteigens (.. Details.. ).. Gletschertrekking.. Anspruchsvolle Gebirgswanderungen abseits der "Landstrassen".. Kontakt mit Gletschern und dem Hochgebirge.. Klassische Hochtouren.. Bekannte, stolze Gipfel wie Piz Bernina, Jungfrau, Mont Blanc u.. v.. a.. m..  ...   Traum!.. Felsklettern.. Genussklettern, Techniktraining, kurze Routen, schöner Fels.. Coaching zum selbständigen Klettern.. Klassische Klettertouren.. Alpine Klettereien, Tage voll Berg und Erlebnis, z.. B.. Engelhörner, Salbit, Dolomiten.. zu den.. Kletterrosinen.. Information, Beratung und Anmeldung per Telefon oder Email, siehe.. Andreas Fuhrer, CH-3700 Spiezwiler, Tel 079 667 16 90, email..

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  • Title: Berg Vital Winter - Andreas Fuhrer - Bergführer - Skilehrer - Coach
    Descriptive info: Angebot Winter.. Skifahren - Technik Piste und Tiefschnee.. Ohne Kraft den weissen Rausch erleben.. Skitouren.. Einsame Genuss-Skitouren abseits der Massen; Coaching zum selbständigen Tourengehen;.. Schnuppertouren.. für Einsteiger.. Skihochtouren.. z.. Monte Rosa, Wetterhorn, Finsteraarhorn.. Lange, anspruchsvolle Touren auf die höchsten Gipfel, sämtliche Hautes Routes in den Alpen.. Schneeschuhtouren.. Ohne Ski die einsamsten Winterlandschaften entdecken [.. mehr.. ].. Lawinenkurse.. Professionelle Ausbildung nach neuestem Wissensstand, Schwerpunkt Praxis,.. Eisklettern.. Grundtechnik, Eisfälle leicht + mittelschwer..

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  • Title: Berg Vital Reisen - Andreas Fuhrer - Bergführer - Skilehrer - Coach
    Descriptive info: Der wahre Reisende ist ewig unersättlich, ständig auf der Suche nach der unendlichen Freiheit.. Es ist an uns, unseren Freunden ein Stück davon nach Hause zu bringen.. Alljährlich führe ich Skitourenreisen, Trekkingreisen oder Kleinexpeditionen in aller Welt.. Im Herbst 2004 ging es z.. in die Atacama-Wüste, einem Naturwunder von einmaliger Schönheit im Norden Chiles.. Wir bestiegen dabei auch drei hohe Gipfel: Licancabur, Guallatire und Parinacota, alle um die 6000m.. [.. Diashow.. Gerne organisiere ich auch Ihre individuelle Bergreise..

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  • Title: Berg Vital Coaching - Andreas Fuhrer - Bergführer - Skilehrer - Coach
    Descriptive info: Coaching Incentives.. Kennenlernen des persönlichen Leistungspotentials, Überwindung von Grenzen, Förderung von Teamgeist und Kooperation, bewusstes Erleben u.. Firmenanlässe, Teambildung.. Iglubau, Vollmondbiwak mit Fondue, Abseilabenteuer u.. Erlebnispädagogische Kurse.. Outdoor-Erlebnisse für Schüler, Jugendgruppen, Arbeitsteams und Vereine.. Individuelles Coaching.. Techniktraining, Risikomanagement, Grenzsituationen, Umgehen mit Angst,.. Canyoning.. Die optimale Mischung aus Überwindung, Konzentration und viel Spass..

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  • Title: Berg Vital über 50 - Andreas Fuhrer - Bergführer - Skilehrer - Coach
    Descriptive info: Über 50.. Mit 66 Jahen, da fängt das Leben an; mit 66 Jahren, da hat man Spass daran.. lautet es in einem berühmten Lied.. Wie wahr! Im Ruhestand ist noch lange nicht Schluss.. Im Gegenteil: Viele langjährige Kunden über 50 oder 60 Jahre klettern alljährlich mit mir auf hohen Gipfeln.. Ich lade daher ganz besonders Naturfreunde "fortgeschrittenen Jahrgangs" ein, Kraft und Gelassenheit in der Bergwelt zu tanken.. Und ich versichere Ihnen, nach einem Bergerlebnis wird Ihnen das Gläschen Wein noch besser schmecken!.. Eine geführte Bergtour ist auch eine ausgezeichnete Geschenksidee für einen runden Geburtstag.. (.. Gutschein-Beispiel.. )..

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  • Title: Berg Vital Philosophie - Andreas Fuhrer - Bergführer - Skilehrer - Coach
    Descriptive info: Neue Inseln entdecken wir nur, wenn wir ab und zu den heimatlichen Hafen verlassen.. Individuelle Betreuung steht bei meinen Veranstaltungen an erster Stelle.. Sie finden hier daher keine fixen Termine und Preise, oder zusammengewürfelte Gruppen.. Sie entscheiden sich alleine, zu zweit oder als Gruppe für eine Tour oder eine Ausbildung und geben mir  ...   des schweizer Bergführerverbandes und werden vor der Tour individuell vereinbart.. Ich bitte alle Neukunden, die.. Bestimmungen des Führerreglements.. genau zu lesen.. Ich freue mich, mit Ihnen eine Seilschaft zu bilden und zusammen "die Wände hoch zu gehen".. Auch bei instabilem Wetter werde ich immer ein geeignetes Gebiet für Sie finden!.. Ihr Andreas Fuhrer..

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  • Title: Berg Vital Kontakt - Andreas Fuhrer - Bergführer - Skilehrer - Coach
    Descriptive info: Anmeldung / Kontakt.. Da ich viel unterwegs bin, erreichen Sie mich am besten am Mobiltelefon unter 079 66 71 690 (von ausserhalb der Schweiz 0041 79 66 71 690).. Sie können mich natürlich auch per Email kontaktieren, die Antwort kann aber manchmal ein paar Tage dauern.. Geben Sie bitte auf jeden Fall Ihren Namen sowie eine Telefonnummer für Rückruf an.. Andreas Fuhrer Natel: (+41) (0)79 66 71 690 email:.. Ich freue mich auf Ihre Anfrage und berate Sie gerne!..

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  • Title: Berg Vital Links - Andreas Fuhrer - Bergführer - Skilehrer - Coach
    Descriptive info: Links und Empfehlungen.. Wetter und Verhältnisse.. Schweiz:.. NZZ Wetter.. ,.. Meteonews.. SF-DRS.. Frankreich:.. Meteo France.. Chamonix.. Lawinenbulletin SLF.. und.. international.. Gipfelbuch.. Basislager.. Skirando.. Alpinschulen, für die ich manchmal tätig bin.. Alpinschule Adelboden.. Alpinschule Bergfalke.. Kletterführer, Literatur.. Edition Filidor.. - Schweiz Plaisir von J.. Känel.. Piz Buch Berg.. - auf Alpinliteratur spezialisierte Buchhandlung..

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  • Title: Andreas Fuhrer - Erzählungen und Gedanken eines Bergführers (Leseproben)
    Descriptive info: Andreas Fuhrer.. Erzählungen und Gedanken eines Bergführers.. Leseproben:.. Ein Glückstag.. Ohne Abschied.. Modetour.. Der alte Führer.. Absturz.. Himmelsleiter.. Hüttengespräch.. Die letzte Steigung der endlos scheinenden Moräne geht in die Waden.. Ich verlangsame den Schritt.. Meine Kundin ist stehen geblieben, verschnauft etwas, lächelt.. Sie lächelt fast immer, selbst wenn sie erschöpft ist oder nachdenklich.. Manchmal bin ich ungeduldig, möchte etwas sagen, schimpfen.. Doch sie lächelt.. Und dann lasse ich das.. Natürlich bin ich wieder mal zu schnell gegangen in meiner Euphorie, vergesse dass die Kunden nicht jeden Tag in den Bergen auf- und ablaufen wie die Gemsen.. Gewohnt, die öden Etappen des Hüttenweges möglichst schnell hinter sich zu bringen, rennen wir Führer oft in blödsinnigem Tempo bergauf und, schlimmer, in noch viel blödsinnigerem Tempo bergab, der Schwerkraft spottend.. Dabei sind Hüttenaufstiege oftmals eine Zeitreise.. Immer wenn ich zusammen mit einem Kunden hochsteige, kann ich unendlich viele Schönheiten der Natur entdecken, an denen ich sonst achtlos vorbeirenne.. Die Aufstiege lassen schon nach wenigen Minuten die Zivilisation zurück, Menschengeschrei und Autolärm klingen nur noch dumpf aus der brütenden Hitze der Täler, unsere Blicke richten sich nach der Höhe und nach den schneebedeckten Gipfeln.. Zu Beginn spendet der dichte Bergwald angenehm kühlen Schatten, erleichtert uns das Steigen.. Wir erreichen die Baumgrenze.. Letzte Bäumchen, in stetigem Kampf mit der Unbill der rauen Natur, ausgesetzt den stürmischen Winden, alljährlich niedergedrückt durch Lawinen, verletzt durch Steinschlag, richten sie sich jeden Frühling mit neuem Mut wieder auf.. Es wird heiss, die Luft flimmert in der Mittagshitze, doch welch ein Blick öffnet sich uns.. Hohe Gipfel und riesige Gletscher grüssen herab, sie scheinen uns einzuladen.. Die Vegetation wird karger, Steine lösen die Graswiesen ab, ein glasklarer Bergbach sprudelt in wilden Sätzen über die Felsstufen und kreuzt ein letztes Mal unseren Weg.. Ein gellender Pfiff warnt vor den Störefrieden, wir befinden uns endgültig in der Hoheit der Steinböcke, der Adler und der Murmeltiere.. Nun beginnen die Moränen, riesige Überbleibsel aus Zeiten, in denen die Gletscher noch weit vorgestossen sind, wie von Zyklopenhand erbaut und als einsame schmutzige Ruinen zurückgelassen.. Drückend reflektiert die Hitze am dunklen Geröll, selbst die Gletscherzungen, die verstohlen hinter der nächsten Wegbiegung hervorschauen, scheinen zu schwitzen und sich unter dem Schutt der stetigen Erosion zu verkriechen.. Der Bach murmelt nun schon tief unter uns, widerhallt an schroffen Felswänden, während uns der Moränenrücken weiter trägt ins Reich des Hochgebirges, das Reich des ewigen Eises, des ganzjährigen Schnees, dem Reich der Winde und der Gestirne.. Wir machen eine kleine Pause, trinken, schauen, staunen.. Ich zeige meiner Kundin die letzten Polsterpflanzen, unendlich zarte Wesen, der Natur trotzend, die letzen auf fast dreitausend Metern Höhe.. Ich schalte noch einen Gang zurück, der Rucksack drückt ins Kreuz, die Beine ermüden in diesem weglosen Gelände.. Die ersten Firnfelder tauchen auf, nun ist es nicht mehr weit.. Der Schnee ist weich, es genügt, gute Stufen zu treten.. Sie folgt tapfer, stellt ihre Füsse in meine Tritte, lächelt.. Endlich die Hütte, kleiner Adlerhorst inmitten dieser Fels- und Eiswüste.. Unzählige Male war ich schon hier oben, oft hab ich dich verwünscht, wenn du gerammelt voll mit schreienden Bergsteigern warst, vielmals aber auch herbeigesehnt, wenn ich nach langer Tour noch den weiten Aufstieg zu Dir machen musste, gepriesen wenn du uns Schutz gewährtest vor den Grausamkeiten des Wetters.. Im Moment ist es noch ruhig um deine Hausecken, wenig Leute sind da, der Rauch des Kamins verflattert im Gutwetterwind.. Einige Bergsteiger stehen auf der Terrasse, mustern uns Ankömmlinge, abschätzend, abwartend.. Ich grüsse, einige erwidern meinen Gruss, andere glotzen nur.. Stadtmenschen.. Sichtlich müde hat sich meine Kundin niedergesetzt auf die Steintreppe, froh endlich hier zu sein.. Ich frage das Hüttenmädchen nach dem Wirt.. „Schläft noch,“ sagt sie.. Verständlich, jeden Tag um drei aufzustehen ist hart.. Dann bringe ich meiner Kundin etwas zu trinken und ein paar weiche Pantoffeln.. Sie hat sich die Schuhe ausgezogen, ich wundere mich immer, wie man rücksichtslos derart zarte Füsse von den derben Bergschuhen malträtieren lassen kann, betrachtet ihre Blasen.. „Schlimm?“.. „Nein, nein, das Übliche, da hinter dem Knöchel.. “ Sie ist hart im Nehmen.. „Lass sie etwas an der Sonne trocknen bevor du in die Pantoffeln gehst.. “.. „Mmmh.. “ Sie trinkt, sie bedankt sich nicht, aber sie lächelt, was braucht es mehr?.. Ich setze mich neben sie.. Schweigen.. Wunderbarer Ausblick.. Endlose Weite.. Es braucht keine Worte.. Sie redet nicht viel, das ist angenehm.. „Wir sollten Deine Steigeisen noch kontrollieren.. „Die passen schon.. „Trotzdem.. “ Ich weiss, wenn die Steigeisen morgen früh vom Schuh fliegen, werde ich grantig.. Also lieber jetzt.. Die Rast hat gut getan.. „Magst du, dass ich dir den Weg zeige wo wir morgen gehen?“.. „Oh ja.. “ Sie lächelt.. Wir gehen ein Stück des morgigen Weges, bis man die Route fast ganz einsehen kann.. Mit dem Fernglas schaue ich mir die Route an, der Gletscher scheint schon ziemlich offen, kein Wunder in diesem Hitzesommer.. Oben am Grat schimmert es teilweise grau, Blankeisstellen.. Die Felspartien sind trocken.. Insgesamt sind die Verhältnisse günstig.. Doch der Blick nach Westen beunruhigt mich, die hohen Zirren, eine ferne, aber kompakte Wolkenbank.. Ich erwähne nichts von meinen Gedanken.. Der Sonnenuntergang fällt kurz aus, erste Wolken schieben sich davor.. Sie fröstelt.. „Lass uns reingehen, packen.. Es gibt eh bald Essen.. Essen und Trinken sind durch das Übermass an Angeboten im Tal zur Selbstverständlichkeit geworden.. Hier oben lernt man den Wert einer Mahlzeit doppelt schätzen.. Nach einer harten Tour eine einfache Suppe, welch kulinarischer Höhenflug, welche Freude.. Ein Königreich für ein Bier.. Ah, jetzt ist Albert der Hüttenwart aufgestanden und rührt fleissig in seinen Riesentöpfen.. Als junger Führer hast du viele grosse Touren gemacht, du warst einer der Besten.. Bald hattest du aber Probleme mit deinen Knien.. Du hast gelitten, Tour für Tour, mit Stöcken, verbissen.. Eines Tages wurde der Leidensdruck zu gross.. Schweren Herzens gabst du deinen geliebten Beruf auf.. Was dich das an Herzblut gekostet haben mag, weisst nur du alleine.. Du hast nie darüber gesprochen.. Jetzt bist du ein guter Hüttenwirt geworden, manchmal etwas mürrisch, aber nie bösartig.. Deine Ratschläge sind immer noch wertvoll, auch wenn du nicht mehr selbst auf den Gipfeln stehst.. Ich kann mich noch gut erinnern, wie ich als junger Führer zum ersten Mal in deine Hütte kam.. Natürlich musste ich in möglichst kurzer Zeit den Weg hinauf rennen.. Persönliche Rekorde bedeuten einem viel in diesen Sturmjahren.. Kurz vor dem Abendessen bin ich verschwitzt in den Aufenthaltsraum gestolpert.. „So, so.. Du bist also der Führer für den Holländer?“ Es war mehr eine Feststellung als eine Frage.. Du streiftest mich mit einem kurzen, forschenden Blick.. Ich konnte deine Gedanken nicht sofort erraten.. „Bist wohl gerannt?“.. „Eineinhalb Stunden“ sage ich mit Stolz.. Ich wusste im selben Augenblick, wie lächerlich mein Geprahle war.. Entsprechend knallte deine Antwort:.. zum Anfang.. Karl kommt aus Deutschland und gehört seit kurzem zu meinen Gästen.. Auf den ersten Blick sieht er überhaupt nicht wie ein Bergsteiger aus.. Meistens ist er sehr blass, nur nach ein paar Tagen im Gebirge kriegt er etwas Farbe.. Er ist eher schmächtig und feingliedrig.. Konzertpianist.. Spricht mit ruhiger, leiser Stimme, feinfühlig wie seine Musik.. Doch am Berg erfährt sein eher zartes Wesen eine gewaltige Veränderung.. Immer wieder kann ich seinen festen Willen bewundern und seine Ausdauer versetzt mich oft in Erstaunen.. Karl ist ein grosser Liebhaber von langen, einsamen Touren.. Stille abgelegene Wege bedeuten ihm viel mehr als klingende Gipfelnamen.. Es ist Ende September.. Auf den Viertausendern  ...   werden und die dünne Höhenluft bekam einem immer besser.. Kurz vor der Hütte überholen wir eine Führerpartie aus Evolène.. „Ah, les jeunes.. Vite, vite.. “ Der alte Führer lacht.. Ich wage nicht, einfach „salut“ zu sagen.. Ich kenne ihn aus verschiedenen Geschichten, die man von ihm erzählt.. Sein Ruf als Meister seines Fachs begleitet ihn.. Unzählige Erstbegehungen, viele schwere Rettungen und die Tatsache, dass er seit Jahrzehnten als Bergführer in allen Teilen der Welt tätig ist, zeichnen von überdurchschnittlichem Können.. Ich erwache und spüre ich eine grosse, alles durchdringende Kälte am ganzen Körper.. Schmerzen.. Ich liege einfach da.. Bewegungslos.. Dunkelheit.. Aus einer Unzahl von Schläuchen tropfen irgendwelche Flüssigkeiten in mich hinein.. Krankenhausgeruch.. Alles riecht nach Sauberkeit.. Beim Versuch, mich auf die Seite zu drehen, brauche ich eine Viertelstunde um zu kapieren, dass es unmöglich ist.. In mir scheint alles zu scherbeln.. Selbst meine Gedanken.. Die Nachtschwester fragt etwas.. Ich mag niemanden sehen.. Spritzen dagegen.. Langsames Wegdämmern.. Der Tag hat gut angefangen.. Nach einer bitterkalten Februarnacht stehen wir, dick angezogen, am Parkplatz.. Wir sortieren unser Material.. Schon an zwei Wochenenden haben wir zusammen trainiert.. Jetzt wird’s Zeit für etwas Gröberes.. Mein junger Begleiter ist begeistert von der Materie Eis.. Im Moment steigt er meist nach, fühlt sich noch nicht so sicher als Seilerster.. Die Verantwortung liegt bei mir.. Ich zeige ihm die frisch präparierten Pickel.. „Hast du auch einen Waffenschein für die Dinger?“.. „Bei den tiefen Temperaturen ist das Eis hart und splittrig.. Du wirst froh sein über die scharfen Klingen.. Die Rucksäcke werden trotz sorgfältigem Packen sauschwer.. Dann wühlen wir uns durch knietiefen Pulverschnee hinauf zum Einstieg unseres Eisfalls.. Wenigstens wird uns warm dabei.. Einstieg.. Es sind ungefähr fünf Seillangen.. Der Anfang ist recht human, dann wird es steil, und die Schlüssellänge kommt gegen den Schluss.. Meist fragwürdige Eisqualität und absolut senkrecht.. „Seil, gib Seil!“.. „Stand.. „Nachkommen!“.. Am Anfang ist man immer etwas ungelenk, zögert, verbraucht unnötige Kraft.. Das Eis ist heute wie Glas.. Seit Wochen haben wir diese sibirische Kälte.. Nicht optimal für unser Vorhaben.. Mehrmals muss ich das Eisgerät nachschlagen.. Tellergrosse Eisplatten spalten sich ab.. Zweimal.. Dreimal.. Endlich hält der Eishammer.. Alle paar Meter setze ich eine Sicherungsschraube.. Wir haben uns zum ersten Mal getroffen, als ich an einem nebligen, nasskalten Nachmittag, spät im August, aufgrund des Wetters ohne grossen Auftrieb zur Glecksteinhütte hinaufstieg, mit wenig Aussichten auf einen Gipfelerfolg am folgenden Tag.. Eine mühsame Woche lag hinter mir.. Dabei hatte ich alles so gut geplant gehabt.. Start über den Rottalgrat zur Jungfrau.. Weiter zur Konkordiahütte, anderentags Traversierung des Aletschhorns und Abstieg ins sonnenverwöhnte Wallis, wo man sich gerne nach harten Tourentagen an einem Gläschen kühlen Fendant erfrischt und in schönen Erinnerungen schwelgt.. Stattdessen hatten wir mit nassem, klebrigem Schnee zu kämpfen gehabt.. Mühsam war das Steigen in dem zähen Brei gewesen, und Aussicht von den Gipfeln hatte es überhaupt keine gegeben.. Entsprechend war die Stimmung auch gedrückt gewesen, meine treuen Gäste hatten sich die Tourenwoche im Festsaal der Alpen natürlich anders vorgestellt.. Nichts war aus unseren geschmiedeten Plänen geworden, wir hatten schliesslich froh sein müssen, ende der Woche noch den Normalweg auf den Mönch in Angriff nehmen zu können.. Unlustig und mühsam hatten wir uns durch die dicke Nebelsuppe aufwärts gekämpft.. Das Gipfelfoto hätte man ebenso vor einem weissen Garagentor machen können.. Kein Anzeichen von blauem Himmel weit und breit.. Am nächsten Tag wollte ein Kunde das Wetterhorn besteigen.. Vermutlich würde wieder nichts daraus werden.. Der Neuschnee reichte weit hinab, fast bis zur Hütte, die Nebelschwaden zogen unaufhörlich durch das Tal herauf und entleerten sich in regelmässigen Abständen in Form eines trägen englischen Landregens.. Derart in Gedanken versunken stieg ich die glitschigen Steinplatten hinauf, vorbei an wassertriefenden Legföhren, ständig ganzen Horden von Regenmolchen ausweichend.. Ein paar Gemsen schreckten auf, rasten scheu davon.. Kein gutes Zeichen, wenn sich die Tiere um diese Jahreszeit in diesen tiefen Lagen aufhalten.. Durch den dichten Nebel hörte ich das Geräusch eines Bergstocks.. Tack.. Also war doch noch irgendein anderer Spinner unterwegs.. Der Nebel hob sich kurz und ich sah, ein paar Wegkehren über mir, einen einzelnen Bergwanderer absteigen.. Er hatte einen eigenartig schleppenden Gang, stützte sich bei jedem Schritt so gut es ging mit seinem Bergstock ab und er sang.. Er sang leise, aber inbrünstig.. Wie kann man auch singen bei dem Sauwetter, dachte ich für mich.. Selber war ich nicht gerade in bester Laune.. Dann standen wir uns unvermittelt gegenüber.. Eine etwas sonderbare Erscheinung.. Sein linker Fuss steckte in einem Spezialschuh und der linke Ärmel seiner Jacke hing leer herab.. Den Stock führte er mit der rechten Hand.. „Hallo, guten Tag junger Mann.. Schön, hier oben jemandem zu begegnen!“.. Was sollte das Schöne daran sein? Dachte ich für mich und grüsste zurück.. „Guten Tag.. „Ach, sie steigen zur Hütte hinauf? Eine Tour morgen? Sie sind ein Glückspilz!“.. Ich wollte gerade einwerfen, dass sich meine freudigen Erwartungen für morgen doch sehr in Grenzen hielten, da schwärmte er schon weiter:.. „Vielleicht aufs Wetterhorn? Wie ich sie beneide!“.. Ich schüttelte die Wassertropfen von meinem Hut.. Ich sitze auf der Terrasse der Rothornhütte, wohlbehalten zurück von der Traversierung des Obergabelhorns.. Ein erfüllter Tag liegt hinter uns.. Noch in tiefer Dunkelheit waren wir von der Cabane du Mountet aufgebrochen und haben die direkte Nordwand des Obergabelhorns durchstiegen.. Wir hatten das Glück, ausserordentlich gute Firnverhältnisse anzutreffen, so dass wir den Gipfel schon früh am Vormittag erreichten.. Der Abstieg über den ausgesetzten Grat hinunter zur Wellenkuppe machte uns kaum Schwierigkeiten und führte uns schliesslich hierher.. Die Kundin war von der Tour doch ziemlich müde und wollte sich etwas niederlegen.. Eine gute Gelegenheit für mich, den Nachmittag allein zu geniessen.. Es ist hier zwar nicht gerade die Piazza Grande mit Gelati und Capuccino, aber ein Riesenteller Rösti und ein grosses Bier genügen, um meine körperlichen und seelischen weitgehend zufrieden zu stellen.. Ich schaue hinab ins Trift, dem Hüttenweg entlang, der sich in unzähligen Kehren die Moräne herauf windet.. Eine schlanke Gestalt steigt schnell höher, mit langen Schritten, gebeugt unter einem grossen Rucksack, den Pickel in der Hand.. Ein Bergführerkollege.. Ich kenne ihn.. Minuten später tritt er auf die Terrasse.. Ich stehe auf.. „Salut Michel.. Ein ehemaliger Schüler von mir.. Ich freue mich, ihn hier zu sehen.. Er wischt sich den Schweiss von der Stirn.. Lacht.. Wir hatten immer ein gutes Verhältnis gehabt zueinander.. Ich mag seine offene, ehrliche Art.. „Salut Res.. Schön dich zu sehen!“.. Seine dunklen Augen leuchten.. Seine braungebrannten, sehnigen Arme und seine muskulösen Waden zeigen, dass er viel unterwegs ist.. Er ist in Bestform.. „Lange nicht gesehen.. „Ja, obwohl wir ständig unterwegs und auf den Hütten sind.. “.. Bergführer zu werden war schon früh dein Jugendtraum.. Ungeduldig hast du gewartet um die Ausbildung anzufangen.. Dein Vater, selbst Bergführer aus dem Val d’Entremont, hat dich immer gemahnt, nicht zu früh in den Kurs zu gehen.. Technisch warst du schon lange gut genug.. Aber um Führen zu können, hattest du noch viel zu lernen.. Am Ende der harten Ausbildung kamst du für die Prüfungswoche in meine Klasse.. Du warst selbstbewusst aber höflich, zurückhaltend und abwartend, wie dein Vater.. Aufmerksam hast du zugehört, wenn ich etwas erklärte.. Selbst wenn du viele Manöver schon kanntest, hast du fleissig nochmals geübt.. Technisch konnte ich dir nicht mehr viel beibringen.. Du warst ein guter Skifahrer und ein brillanter Kletterer.. Es waren Kleinigkeiten, die ich dir noch mitgeben konnte.. Der letzte Schliff.. 2009 Andreas Fuhrer.. www.. bergvital..

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  • Title: Berg Vital Ausbildung - Andreas Fuhrer - Bergführer - Skilehrer - Coach
    Descriptive info: Grundkurs Fels und Eis.. Erlernen Sie die Grundkenntnisse des hochalpinen Bergsteigens in einer unbeschwerten Kleingruppe.. Termin:.. nach Vereinbarung.. Zielgruppe:.. Anfänger und wenig Erfahrene.. Kursprogramm:.. Grundkenntnisse Klettern (bis ca 3.. /4.. Grad);.. Umgehen mit Seil, Pickel, Steigeisen; Tourenplanung, Orientierung, elementare Rettungstechniken u.. Kursziel:.. Selbständig Touren ausführen zu können.. Preis: 890 CHF (590 EUR).. inkl.. 4 Übernachtungen + HP in komfortablem Mehrbettzimmer.. Max.. 6 Pers.. !.. Leihausrüstung.. (Seil, Pickel, Steigeisen, Klettergurt, Helm) wird.. kostenlos.. zur Verfügung gestellt.. Weitere Informationen und Anmeldung unter Tel: 079 667 16 90 oder Email:..

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